Psychosomatik – auf die Dokumentation kommt es an!

Etwas 70% der Hausärzte als auch eine erhebliche Anzahl Fachärzte haben die Abrechnungsgenehmigung für die Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung. Beide Gebührenordnungspositionen, 35110 und 35110, stellen wichtige, honorarrelevante Leistungen dar. Beide Ziffern weisen eine hohe Regelungsdichte auf, so dass bei der Abrechnung häufig Fehler vorkommen.

Die Erfahrung lehrt, dass Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung mit den Ziffern 35100 und 35110 überaus häufig fehlerhaft erbracht und dann auch geprüft werden.

Prüfungsrelevant sind dabei nicht nur die laut Psychotherapie-Richtlinie des GBA qualifizierenden Diagnosen, sondern auch die zusätzlichen Anforderungen an die Dokumentation als obligatem Bestandteil der Leistungslegende der beiden Ziffern. In der Regel ist eine Plausibilitäts- oder sogar eine Zufälligkeitsprüfung Anlass, die Dokumentation konkreter Patienten zu prüfen. Bei Dokumentationsmängeln kann die gesamte abgerechnete Leistungsmenge gestrichen werden – bis zu 16 Quartalen rückwirkend.

Dies kann z.T. empfindliche Honorarkürzungen bzw. erhebliche Regresssummen nach sich ziehen. Wenn man allerding weiß worauf die Prüfer schauen, kann man präventiv tätig werden und Ärger in aller Regel komplett vermeiden.

Ist bei Ihnen alles in Ordnung, wenn geprüft wird?

Laut Psychotherapie-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses müssen neben den qualifizierenden Diagnosen auch die folgenden Dokumentationserfordernisse für die beiden Ziffern der psychosomatischen Grundversorgung unbedingt beachtet werden.

35100
  • Dokumentation des ätiologischen Zusammenhangs des psychosomatischen Beschwerdebildes

35110
  • Ausreichende Dokumentation des Gesprächsanlasses
  • Inhalt der verbalen Intervention

Um sich ein Bild zu machen, bieten wir an, pro Praxis ca. 20 zufällig ausgewählte, anonymisierte Patientendokumentationen mit abgerechneten Leistungen der psychosomatischen Grundversorgung zu überprüfen. Die Praxis erhält nicht nur eine Beurteilung, sondern auch ausführliche praktische Hinweise zur Verbesserung der Dokumentationsqualität.

Bitte nehmen Sie mit und Kontakt auf: oder Telefon 030 - 22 44 523 0