EBM: Gesundheitsuntersuchung und Ultraschall

Die Gesundheitsuntersuchung mit der Gebührenordnungsposition im EBM  01732 ist eine umsatzstarke Leistung innerhalb der KV-Abrechnung. Manche Praxen kombinieren den Check-up dann mit einem abdominellen Ultraschall und der Abrechnung der Ziffer 33042 als Ergänzung. Das mag in dem einen oder anderen Fall tatsächlich medizinisch sinnvoll sein.
 
Fakt ist aber, dass eine Ultraschalluntersuchung bei gesetzlich versicherten Patienten keine Vorsorgeleistung darstellt. Eine Ultraschalluntersuchung darf nur bei einer Erkrankung bzw. dem Verdacht auf eine Erkrankung durchgeführt werden.
 
Bei einer Kombination von Vorsorge und Ultraschall ist also unbedingt darauf zu achten, dass die Z00.0 nicht als alleinige Diagnose ausreicht. Für den abdominellen Ultraschall muss also eine weitere Diagnose angegeben werden.
 
Dabei muss diese Diagnose nicht unbedingt gesichert sein, eine Verdachts- oder Ausschlussdiagnose ist ebenfalls ausreichend.
Die Beratungspraxis zeigt dann aber auch, dass in vielen Fällen dann eine absolut unspezifische Diagnose genommen wird – R10.- Bauchschmerzen. Wenn dies regelhaft die einzige qualifizierende Diagnose für die Absicherung der Ultraschalldiagnose in der Quartalsabrechnung darstellt, dann werden zwei Probleme evident: warum benötigt die Praxis so viele Ultraschalluntersuchungen zur Abklärung von unspezifischen Bauchschmerzen? Hier stellt sich die Frage der wirtschaftlichen Leistungserbringung. Und: es könnte gefragt werden, ob diese Diagnose pauschal angesetzt wird. Das ein pauschales Ansetzen von Diagnosen diese entwertet, dürfte auf der Hand liegen.