Hausärzte, Fachinternisten mit Geriatrie: Neues EBM-Kapitel für die spezialisierte geriatrische Diagnostik und Versorgung

Zum 01.07.2016 wird ein neues EBM-Kapitel 30.13 aufgenommen. Die neuen Leistungen sind für Patienten mit einem besonders aufwändigen geriatrischen Versorgungsbedarf bestimmt. Das heißt, der Pat. muss mind. 71 Jahre alt sein und zwei geriatrische Syndrome oder ein geriatrisches Syndrom und eine Pflegestufe haben. Die Bedingungen sind hier nochmals enger gefasst, als in den bisherigen hausärztlich-geriatrischen Ziffern. Die spezialisierten geriatrischen Ziffern sind für die Vorabklärung und Durchführung eines weiterführenden geriatrischen Assessments sowie die Einleitung und Koordination von Therapiemaßnahmen vorgesehen.Weiter lesen ...

Anästhesie: Neue EBM-Ziffern für Narkosepauschalen in der Katarakt-OP ab 1 Juli 2016

In der Kataraktchirurgie kann die Anästhesie künftig individueller auf die Patienten abgestimmt werden. Zum 01.07.2016 werden neue Pauschalen zum Narkosemanagement aufgenommen, die jeweils einem intraocularen Eingriff der Kategorie 1 und 2 zugeordnet sind.Weiter lesen ...

Radiologie und Nuklearmedizin: Genehmigungsvoraussetzungen für PET und PET/CT konkretisiert

Seit Jahresbeginn dürfen Nuklearmediziner und Radiologen die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die PET mit Computertomographie (PET/CT) über den EBM abrechnen. Dazu wurde der neue Abschnitt 34.7 in den EBM aufgenommen.Weiter lesen ...

Hausärzte: Endstellige Kodierung wird immer wichtiger!

Grundsätzlich sind Diagnosen so spezifisch wie möglich zu verschlüsseln. In der ambulanten Versorgung dürfen nur Hausärzte und Fachärzte, die Diagnosen außerhalb Ihres Fachgebietes verwenden auf die fünfstellige Kodierung verzichten. Allerdings wird auch für Hausärzte die endstellige Kodierung immer wichtiger.Weiter lesen ...

Alle Fachgruppen: Behandlung und Abrechnung von Flüchtlingen

Nach der Erstuntersuchung von Asylsuchenden und Flüchtlingen, werden in einigen Bundesländern die Menschen mit Gesundheitskarten ausgestattet, damit sie in der ambulanten Regelversorgung weiter betreut werden können. Dies ist noch nicht in allen Bundesländern flächendeckend erfolgt, da es hier in Teilen noch Finanzierungsfragen zu klären gilt. Bisher wurden in Bremen, Hamburg, Berlin sowie Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein Gesundheitskarten ausgegeben. Brandenburg plant die Einführung zum 01.04.2016.Weiter lesen ...

Alle Fachgruppen: Medikationsplan

Immer noch sterben in Deutschland zu viele Menschen durch unerwünschte Wechselwirkungen. Deshalb wird mit Umsetzung des eHealth-Gesetzes ab Oktober 2016 ein Anspruch auf einen Medikationsplan für Menschen, die 3 oder mehr Arzneimittel anwenden, eingeführt. Mit dem Medikationsplan, der dem Patienten ausgehändigt wird, sieht der behandelnde Arzt, welche Medikamente der Patient aktuell einnimmt. So können gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden. Vom Medikationsplan profitieren vor allem ältere und chronisch kranke Menschen. Ab 2018 soll der Medikationsplan auch elektronisch von der Gesundheitskarte abrufbar sein.Weiter lesen ...

Hausärzte/Diabetologie: Abrechnung von Behandlungen des Diabetischen Fußsyndroms nur mit Genehmigung

Grundlegend klingt die Abrechnung der Behandlung des diabetischen Fußsyndroms nach EBM GON 02311 erst mal einfach. Die Ziffer darf je Bein und je Sitzung abgerechnet werden und bringt eine Vergütung von 28,76 EUR bei der Behandlung beider Beine.Weiter lesen ...

Diagnosen (ICD10) zwingendes Abrechnungserfordernis

Das Landessozialgericht Hessen hat in seinem Urteil vom 18.11.2015 (L 4 KA 41/15) noch einmal klargestellt, dass die Angaben von Diagnosen für eine korrekte und vollständige Abrechnung erforderlich sind. Weiter lesen ...

Abrechnungsfallen im EBM – der obligate Leistungsinhalt ist nicht alles

Für die Abrechnung einer EBM-Leistung ist zwar in jedem Fall der obligate Leistungsinhalt zu erbringen. Doch bei vielen Ziffern steht dort nur ein Teil der Abrechnungsvorgaben. Je nach Kapitel des EBM finden sich wichtige Regeln in der Einleitung zu dem konkreten Abschnitt oder in der Präambel zum Kapitel oder an weiteren Stellen. Weiter lesen ...

Einmal missverstanden - alles gestrichen

Wenn bei einer Prüfung ein grundsätzliches Fehlverständnis des Arztes von der Abrechnungsfähigkeit einer Leistung festgestellt wird, darf diese Erkenntnis nach einem Urteil des Sozialgerichts Düsseldorf (S 2 KA 333/14) auch auf andere Quartale und alle Leistungen, auch nicht ausdrücklich geprüfte Leistungen, übertragen werden.Weiter lesen ...

Alle Fachgruppen: AU-Bescheinigung - Ärzte dürfen jetzt bis zu drei Tage rückdatieren

Vertragsärzte dürfen den Beginn einer Arbeitsunfähigkeit in Ausnahmefällen bis zu drei Tage rückdatieren. Bislang waren zwei Tage vorgesehen. Die geänderte AU-Richtlinie trat am Freitag, 04. März 2016 in Kraft.
Die Arbeitsunfähigkeits-Richtlinie (AU-Richtlinie) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sah bisher vor, dass Vertragsärzte den Beginn einer Arbeitsunfähigkeit zwei Tage rückdatieren dürfen.Weiter lesen ...

Genehmigungspflicht für Reha-Verordnung und Vordruck Muster 80 entfällt zum April 2016

Ab April 2016 können Vertragsärzte Rehabilitationsleistungen direkt auf dem Formular 61 verordnen. Das Formular 60 zur Einleitung von Leistungen zur Rehabilitation oder alternativen Angeboten entfällt. Bisher nutzen Ärzte das Formular, um vor der Verordnung prüfen zu lassen, ob die gesetzliche Krankenversicherung leistungsrechtlich zuständig ist. Diese Prüfung ist künftig nicht mehr vorgeschrieben.
Weiter lesen ...

Urologie: Prostataoperation mit Holmium-Laser im EBM ab 01.04.2016

Belegärztliche Urologen können Prostataoperationen mittels Holmium-Laser ab 01. April 2016 über den EBM abrechnen. Bereits seit fünf Jahren gehören Lasereingriffe zur Behandlung de benignen Prostatasyndroms zum Leistungskatalog der GKV. Im Dezember 2015 hat der Bewertungsausschuss des G-BA beschlossen, die Holmium-Laserresektion und die Holmium-Laserenukleation der Prostata als anerkannte Behandlungsmethoden in den EBM aufzunehmen.
Voraussetzung für die Durchführung und Abrechnung der neuen EBM-Leistungen ist die Gewährleistung einer intensivmedizinischen Notfallversorgung und einer Nachbeobachtung. Daher hat der Bewertungsausschuss beschlossen, dass die Holmium-Laser-Operationen in der vertragsärztlichen Versorgung nur belegärztlich erfolgen können.
Weiter lesen ...