Krankenhaus: weitere Ausweitung des ambulanten Leistungsangebots bald möglich?

Ambulante Geriatrie im Krankenhaus
Mit Einführung der spezialisierten ambulanten geriatrischen Diagnostik wurde das bisherige Leistungsspektrum ambulanter geriatrischer Betreuungsleistungen durch den Hausarzt um Leistungen der spezialisierten geriatrischen Diagnostik ergänzt. Diesen können von niedergelassenen Ärzten mit der Schwerpunktbezeichnung „Geriatrie“ erbracht werden. Da die Zahl dieser spezialisierten Ärzte jedoch sehr überschaubar ist, wurde den Krankenhäusern die Möglichkeit eingeräumt, geriatrische Institutsambulanzen einzurichten. Die ersten Krankenhäuser haben bereits die Ermächtigung erhalten.
Man darf gespannt sein, wann die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)den nächsten Anlauf übernimmt, auch die Erbringung (und Abrechnung) therapeutischer Leistungen in diesen Ambulanzen zu fordern.

Neue Regeln auch in der Psychiatrie

Das Bundeskabinett hat am 3. August den Entwurf eines „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) beschlossen. Neben vielen Regelungen, die allein den stationären Bereich betreffen, findet sich im Entwurf allerdings ein Passus, der niedergelassene Psychiater aufhorchen lassen sollte:

Stationsäquivalente Akutbehandlung im häuslichen Umfeld
Für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen wird eine stationsäquivalente psychiatrische Akutbehandlung im häuslichen Umfeld („Home-Treatment“) durch spezielle Behandlungsteams als Krankenhausleistung eingeführt. Damit will der Gesetzgeber die sektorübergreifende Versorgung stärken und stationäre Aufenthalte vermeiden oder verkürzen.
Es ist klar, dass die DGK bereits jetzt auf den zusätzlichen Finanzbedarf für das notwendige Personal hinweist und die KBV über diesen Vorstoß der Krankenhäuser in den ambulanten Bereich „not amused“ ist“.
Das Gesetz soll 2018 in Kraft treten. Es bleibt abzuwarten wie das „Home-Treatment“ konkret ausgestaltet bzw. wie die Schnittstelle zu den ambulanten Leistungserbringern aussehen wird.


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

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