Kinderärzte: Neue Anforderung U1 bis U9 ab Juli 2016

Das Heft zur Dokumentation von Früherkennungsuntersuchungen bei Kindern wurde überarbeitet und vom Gemeinsamen Bundesausschuss als Beschluss an das BMG zur Prüfung übergeben. Damit kann nach Nichtbeanstandung frühestens zum 01.07.2016 die im vergangenen Jahr neu gefasste Kinder-Richtlinie in Kraft treten.

Neuerungen
Bei den Früherkennungsuntersuchungen in den ersten sechs Lebensjahren sollen Kinder- und Jugendärzte nun noch intensiver auf psychische und soziale Aspekte achten. Damit sollen Verhaltensauffälligkeiten und Risikofaktoren für psychische Erkrankungen früher erkannt werden.
Die Inhalte zur U1 bis U9 wurden überarbeitet und konkretisiert. Neben der stärkeren Berücksichtigung von psychosozialen Aspekten wurden auch die Merkmale überarbeitet, die bei der Beurteilung der Entwicklung eines Kindes helfen sollen. Andere Untersuchungsinhalte wurden standardisiert: z.B. für die Sehtests sowie dem Hörtest bei der U8. Außerdem wird das Mukoviszidose-Screening für Neugeborene neu eingeführt.

Übergangsregelungen für die Dokumentation
Ab In-Kraft-Treten der neuen Richtlinie dürfen die bisher geltenden „Gelben Hefte“ für Neugeborene nicht mehr ausgegeben werden. Kinder erhalten bis zur U6 zusätzlich ein neues „Gelbes Heft“. Befunde aus Voruntersuchungen müssen jedoch nicht übertragen werden. Ab der U7 dokumentiert der Arzt/die Ärztin die Ergebnisse auf Einlegeblättern, die in das vorhandene Heft eingeklebt werden.


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

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