Hausärzte: Bessere Vergütung der Hausärztlichen NäPa ab 01. Januar 2017

Ab Januar erhalten Hausärzte mehr Geld, wenn Sie einen nicht-ärztlichen Praxisassistenten anstellen. Hinzu kommt, dass die Fallzahlanforderungen für die Genehmigung einer solchen NäPa abgesenkt wurden und somit noch mehr Praxen davon profitieren können.
Darauf haben sich KBV und GKV-Spitzenverband geeinigt, da die bisher bereitgestellte jährliche Förderung nicht ausgeschöpft wurde.

Erhöhte Vergütung
Es wird ab Januar zu den bestehenden GOP 03060, 03062 und 03063 Zuschläge geben. Dadurch wird die Vergütung in Gesamtheit erhöht. Diese Zuschläge (03061, 03064 und 03065) werden von der KV automatisch hinzugesetzt. Die Praxis hat hier also keinen erhöhten Abrechnungsaufwand.

03061 als Zuschlag zur 03060 = 12 Punkte = 1,28 EUR
03064 als Zuschlag zum Besuch nach 03062 = 20 Punkte = 2,10 EUR
03065 als Zuschlag zum Mitbesuch nach 03063 = 14 Punkte = 1,47 EUR

Die Vergütung der nun insgesamt sechs Ziffern aus dem Kapitel für die hausärztliche NäPa wird weiterhin extrabudgetär vergütet.

Änderung der Leistungslegende 03062 – Nun auch für Erstbesuch im Heim
Weiterhin wurde die Leistungslegende der 03062 dahingehend geändert, dass diese Ziffer nun auch für Erstbesuche in Alten- oder Pflegeheimen oder anderen beschützenden Einrichtungen abgerechnet werden kann. Bisher musste dafür die niedriger bewertete Besuchsziffer 03063 verwendet werden. Ebenso kann jetzt auch das Aufsuchen im Rahmen der postoperativen Versorgung mit der 03062 abgerechnet werden.

Entschärfung der Genehmigungsvoraussetzungen
Neben der Erhöhung der Vergütung und der Anpassung der Leistungslegende der 03062 wurden auch die Voraussetzungen für den Erhalt der Abrechnungsgenehmigung erleichtert. Waren bisher noch 860 Behandlungsfälle je Arzt und 640 je weiteren Arzt mit vollem Tätigkeitsumfang in einer Praxis notwendig für die Abrechnungsgenehmigung so wurden diese Fallzahlen auf 700 bzw. 521 gesenkt.
Auch für Praxen die ein eher größeres Klientel an Patienten über 75 Jahre haben, wurden die notwendigen Fallzahlen von 160 auf 120 für den ersten Arzt und von 120 auf 80 Behandlungsfälle für jeden weiteren Arzt mit einem vollen Tätigkeitsumfang gesenkt.


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

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