Entlassmanagement aus dem Krankenhaus – ab Mitte 2017 Realität

Krankenhäuser - Umsetzung des Entlassmanagements ab Mitte 2017
Mit der Entscheidung des Schiedsamtes ist der dreiseitige Rahmenvertrag zum Entlassmanagement unter Dach und Fach. Damit stehen alle Einzelheiten fest, wie das Entlassmanagement und insbesondere Verordnungen ab Juli nächsten Jahres zu erfolgen haben. Auch die entsprechenden Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses sind bereits angepasst.
Doch was beinhaltet dieses Entlassmanagement im Einzelnen:

Organisation
  • Jede Klinik ist verpflichtet, dem Patienten ein Entlassmanagement anzubieten.
  • Noch während des Klinikaufenthaltes muss festgestellt werden, welche medizinischen oder pflegerischen Maßnahmen der Patient poststationär benötigt.
  • Die Einleitung der Maßnahmen erfolgt noch während des stationären Aufenthaltes, der Weiterbehandelnde niedergelassene Arzt muss rechtzeitig informiert werden.

Verordnungen
  • Krankenhäuser können künftig auch Arznei-, Verband- , Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege sowie Soziotherapie verordnen, die Arbeitsunfähigkeit feststellen – allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum.
  • Arzneimittel – hier ist vorrangig die kleinste Packungsgröße (N1-Packung) zu verschreiben.
  • Die Regelungen zur Verordnung und zur Einhaltung des Wirtschaftlichkeitsgebots gelten analog. Dies gilt ebenfalls für die Verpflichtung zur Benutzung einer zertifizierten Software für die notwendigen Formulare.
  • Alle Krankenhausärzte bekommen eine lebenslange Arztnummer (LANR), die – zusammen mit der Betriebsstättennummer – auf allen Rezepten anzugeben ist.
  • Alternativ kann die Krankenhausarztnummer verwendet werden, wenn sie die gleichen Identifikationsmöglichkeiten wie die LANR ermöglicht.


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

Kontakt:
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