Alle Ärzte: DMP – Disease-Management-Programme

39 Prozent der Deutschen leiden mindestens an einer chronischen Erkrankung. Nach Angaben des Sachverständigenrats für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen kommen zwei Drittel aller ambulanten Arztkontakte und 89 Prozent aller Krankenhaustage durch chronisch kranke Patienten zustande.

Solche Patienten profitieren in hohem Maße von DMPs. Studien zufolge verbessert sich die Lebensqualität, und es treten weniger Komplikationen auf. Auch die Entwicklung der Behandlungskosten ist positiv: Bei DMP-Teilnehmern war die Kostensteigerung nach drei Jahren geringer als bei Nichtteilnehmern. Bei allen chronischen Erkrankungen ist das systematische Flankieren der medizinischen Behandlung durch ärztliche Empfehlungen zur Ernährung und zur Erhaltung der Mobilität hilfreich. Daher sei es für die Betroffenen wichtig, engmaschig vom Haus-und Facharzt betreut zu werden.

Neben den existierenden DMP KHK, Diabetes mellitus Typ I und Typ II, Brustkrebs sowie Asthma und COPD sind bereits zwei weitere Programme für Depression und Rückenschmerz auf den Weg gebracht. Aber auch Patienten mit Rheuma oder Herzinsuffizienz könnten von DMP profitieren.

Die Krankenkassen erhalten für jeden DMP-Patienten separate Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds. In 2016 liegt diese Pauschale bei 146,16 Euro. Diese Pauschale wird zum einen zur Deckung der Programmkosten für arztbezogene Aufwendungen wie Dokumentations- oder Koordinationsleistungen und zum anderen für kassenbezogene Aufwendungen wie Verwaltungskosten verwendet.

Leistungen der Ärzte innerhalb der DMPs werden daher für Ärzte immer extrabudgetär über KV-spezifische Pseudoziffern vergütet und laufen nicht ins Budget. Die Abrechnung erfolgt dennoch über die Quartalsabrechnung. DMP bringen also dem Patienten Nutzen und der Praxis entsprechend vergütetes Honorar für GKV-Patienten.


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

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