Betreuungsstrukturverträge: Hilfe im Diagnose-Dschungel

In der Zwischenzeit existieren in 16 von 17 KV-Bezirken Betreuungsstrukturverträge (BSV). Diese Verträge haben grundlegend immer ähnliche Inhalte, die darauf zielen, die Versorgung von Patienten mit langwierigen oder schwierigen Erkrankungen zu verbessern.
Um diese Ziele zu erreichen, bedienen sich die Kassen verschiedener Maßnahmen und daher sind viele Verträge in Module, z.B. Überweisungssteuerung, Arzneimitteltherapie oder die Erhöhung der Beratungs- und Betreuungsintensität unterteilt. Letzteres Modul beinhaltet oftmals besondere Angebote des Arztes, wie Sprechstunden- und/oder Wartezeitenmanagement und/oder Koordinierung anschließender und begleitender Behandlungen und mündet dann in eine genauere Kodierung von Diagnosen anhand vorgegebener ICD-Kataloge. Das genaue Verschlüsseln der Diagnosen ist letztendlich die Voraussetzung, dass die Kassen den Betreuungsaufwand auch bezahlen – nach Anzahl der Diagnosen, extrabudgetär und ohne Prüfzeit.

Umsetzung in der Praxis ist problematisch
So weit so gut. Aber die Zahl der Diagnosen (6 Seiten, TK in Berlin und 96 Seiten, Bahn BKK, Berlin) und die Regeln, die von Vertrag zu Vertrag und von KV zu KV variieren machen den Praxen das Leben schwer. Und hat man sich erst einmal an die häufigsten Diagnosen des Vertrags gewöhnt überrascht einen die Krankenkasse mit einem neuen Diagnosen Katalog. Im Durchschnitt alle sechs Monate ist also ein erneutes, minutiöses Durcharbeiten der Kataloge erforderlich. Deshalb wundert es nicht, dass der Unmut in den Praxen steigt.

Unterstützung sinnvoll und zeitsparend
Eine elektronische Unterstützung durch die Analyse der vorhandenen Diagnosen macht deshalb mehr als Sinn. Durch die Auswertungen der AAC werden Listen erzeugt, die das Praxispersonal nach Einweisung des Arztes zeitsparend abarbeiten kann. So kann auch das eigene Kodierverhalten noch einmal reflektiert und Fehler beim Kodieren von Diagnosen spielend leicht korrigiert werden. Das mühevolle Durchschauen der vielen Listen entfällt – und es bleibt noch genügend Zeit für die eigentliche Aufgabe – die Versorgung der Patienten!


Über die AAC (Arzt-Abrechnungs-Controlling) AG

Die AAC Praxisberatung AG ist eine Unternehmensberatung für niedergelassene Ärzte. Unsere Schwerpunkte sind Analysen und Beratung zur KV-Abrechnung/Quartalsabrechnung sowie zum Verordnungs-Management an. Bei der KV-Abrechnungsberatung werden die einzelnen EBM-Ziffern der Quartalsabrechnung detailliert vs. Fachgruppendurchschnitt geprüft. Potentiale der nicht oder nur unterdurchschnittlich abgerechneter EBM-Leistungen bzw. EBM-Ziffern werden aufgezeigt. Auch strukturelle Defizite der KV-Abrechnung werden überprüft, so dass Wirtschaftlichkeitsprüfungen einzelner EBM-Leistungen vermieden werden können. Einen wichtigen Teil der Analyse der EBM-Ziffern nimmt die Überprüfung der Plausibilität der KV-Abrechnung in der Beratung zu Ihrer Quartalsabrechnung ein. Eine mangelhafte Steuerung besonders zeitintensiver EBM-Ziffern kann eine Plausibilitätsprüfung nach sich ziehen. Bei Zeitüberschreitungen wird zusammen mit dem Arzt überprüft, ob sich die Überschreitung anhand der vorhandenen Dokumentation in der Akte plausibel und nachvollziehbar erklären lässt.

Insgesamt wird die Qualität Ihrer KV-Abrechnung somit gesichert – und Sie sparen viel Zeit.

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