Angestellte Ärzte: meist nicht die Ursache für einen höheren Praxisgewinn

Immer mehr junge Ärztinnen und Ärzte zieht es in die Anstellung im ambulanten Bereich. Häufig teilen sich zwei Ärzte einen Vertragsarztsitz, beiden arbeiten dann jeweils 20 Stunden pro Woche. Welche Effekte lassen sich jetzt für Praxen mit angestellten Ärzten beobachten?

Das Ergebnis: Umsatz und Gewinn halten sich in vielen Fällen die Waage, das Ergebnis fällt neutral aus. Das geht aus den aktuellen Daten der Befragung einer repräsentativen Zahl niedergelassener Ärzte durch das Zentralinstituts der Kassenärztlichen Versorgung (ZI) hervor.

Bei den Hausärzten liegt der Jahresüberschuss je Praxisinhaber in Praxen ohne angestellte Ärzte nach der aktuellen Erhebungswelle des Zi-Praxis-Panels bei durchschnittlich 142.500 Euro, in Praxen mit angestellten Ärzten bei 178.000 Euro.

Der Jahresüberschuss je Inhaberstunde liegt bei den Praxisinhabern mit Angestellten bei 69,30 Euro, bei den Einzelkämpfern bei 60,09 Euro. Allerdings arbeiten Praxisinhaber, die mit angestellten Ärzten arbeiten auch durchschnittlich 150 Stunden mehr als Kollegen ohne angestellte Ärzte.

Das lässt sich auch bei vielen anderen Fachgruppen beobachten. Im fachärztlichen Bereich kommt allerdings noch ein zweiter Trend zum Tragen. Fachärztliche Praxen mit angestellten Ärzten sind häufig stärker spezialisiert und bieten häufiger operative Leistungen an.

Es sind also der Mehreinsatz des Praxisinhabers bzw. das Leistungsspektrum der Praxis entscheidend für das Delta beim Jahresüberschuss.

MVZ – häufig mit Steigerungspotential

Nach den Analysen der AAC zeigt sich jenseits der Mittelwertbetrachtungen des ZI insbesondere in nicht inhabergeführten MVZ noch ein ganz anderes Bild. Hier beobachtet man unterdurchschnittlich Scheinzahlen und Scheinschnitte. Umsatz und Gewinn entwickeln sich unterdurchschnittlich. Bei manchen MVZ muss der Träger sogar Geld zuschießen, um eine Schieflage zu vermeiden. Hier ist es wichtig, die Planung auf neue Füße zu stellen. Deshalb hat die AAC den Praxisnavigator entwickelt, eine innovative Software auf Lizenzbasis zur vollständigen und sicheren KV-Abrechnung.

Praxisnavigator – Abrechnungssteuerung leicht gemacht

Die Analyse liefert dabei übersichtliche und aussagekräftige Tabellen der abgerechneten Leistungen vs. Fachgruppe, zeigt Potentiale, aber auch Prüfgrenzen und generiert Fehlerlisten, die sofort abgearbeitet werden können.

Dabei können die Entwicklung einzelner Betriebsstätten, Fachgruppen und Ärzte durch ggf. tägliche Auswertungen gesteuert werden. Auf dieser Basis werden die ärztliche bzw. kaufmännische Leitung in die Lage versetzt, quartalsweise Plan- und Ist-Zahlen abzugleichen – und rechtzeitig gegensteuern.

Weitere Informationen unter www.praxisnavi.com oder 030 – 22 44 523 -0