EBM Ziffer 30790 und 30791: Keine routinemäßige Dokumentationsprüfung mehr bei Akupunkturleistungen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat sich mit dem GKV-Spitzenverband darauf geeinigt, die Prüfung der ärztlichen Dokumentation von Akupunkturbehandlungen für zwei Jahre auszusetzen. Start ist Januar 2016. Bisher mussten die KVen verpflichtend bei mindestens fünf Prozent der Ärzte, die Leistungen der EBM-Ziffern 30790 und 30791 bei chronisch schmerzkranken Patienten abgerechnet haben, prüfen.

Die Prüfung wird ausgesetzt, weil im Rahmen der Überprüfung der Qualitätssicherung der Quartalsabrechnung nur wenige Fehler entdeckt wurden.

Allerdings haben die KVen freie Hand, auch weiterhin im Rahmen von Stichproben, die Akupunktur-Dokumentationen zu prüfen. Ende Juni 2017 wollten KBV und GKV-Spitzenverband dann erneut über die Prüfpflicht entscheiden. Aber: auch weiterhin sind der Therapieplan sowie die Eingangs- und Verlaufserhebung in der Patientenakte zu dokumentieren.

Fazit: die obligate Prüfung der Dokumentation entfällt. Aber dies sollten Ärzte, die Akupunkturleistungen im bei gesetzlich Versicherten nach dem EBM erbringen, auf keinen Fall dazu verleiten, im Rahmend er Qualitätssicherung der KV-Abrechnung nachlässiger zu dokumentieren. Im Rahmen von Stichproben oder ganz sicher bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen der Quartalsabrechnung wird ganz sicher auch die Vollständigkeit der Dokumentation geprüft.