250 Millionen EURO zu verteilen

Die Einigung von KBV und Spitzenverband der Krankenkassen kann sich sehen lassen: 250 Millionen EUR beträgt die Honorarsteigerung für die Ärzte für das nächste Jahr. Dieser Teil des zu verhandelnden Honorarzuwachses basiert auf den Veränderungen von Demografie und Morbidität. Zu beiden Bereichen gibt es Untersuchungen, die der Bewertungsausschuss veröffentlicht hat. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich in 2014 gerade die Krankheitslast in den einzelnen KV-Bereichen sehr unterschiedlich entwickelt.

tabelle_news_2015-09-22

Insgesamt hat die Krankheitslast in allen KV-Bereichen im Vergleich zu 2013 deutlich zugenommen, im Schnitt um 1%. Die Spreizung ist aber immer noch beträchtlich: die geringsten Steigerungsraten finden sich in Hessen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern; die höchsten Zuwächse verzeichnen Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Auf diesem hohen Niveau liegt bei den alten Bundesländern nur Schleswig-Holstein.

Bei der demografischen Entwicklung beobachtet man auch eine Differenzierung: während in den neuen Bundesländern die Überalterung der Bevölkerung am ausgeprägtesten ist, fällt sie in den städtischen Ballungsräumen wie Hamburg und Bremen am geringsten aus. Berlin wird sogar „jünger“.

Deshalb ist es folgerichtig, dass die Steigerung von Demografie und Krankheitslast auch eine Erhöhung des Honorarplus von 120 auf 250 Millionen EURO von 2015 auf 2016 auslöst. Wie viel von dem Geldsegen jetzt in den einzelnen KVen ankommt, bleibt abzuwarten. Die Verteilung wird allerdings höchst unterschiedlich ausfallen.

Fazit: Die Entwicklung des Honorarzuwachses hängt in erster Linie an der verbesserten Kodierqualität der Praxen. Hier hat sich in den letzten zwei Jahren viel getan.

Ein sachgerechtes und differenziertes sichert aber nicht nur das ärztliche Gesamthonorar, sondern ist auch aus anderen Überlegungen sinnvoll:

Gutes Kodieren

  • erschließt Potentiale bei der Abrechnung
  • ist Qualitätssicherung bei Leistungen
  • sichert die AM- und HM Verordnung ab und ist die beste Regress-Prävention!

Die AAC bietet hier den Praxen vielfältige Unterstützungsleistungen an – von praxisindividuellen Trainings bis zu Analysen und Beratung zur Abrechnung, Kodieren und Verordnungen.

Weitere Informationen unter www.aac-ag.de

Sprechen Sie uns gerne an: i oder Telefon 030 - 22 44 523 0